
Mexiko-Stadt · 3 Std. · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Tacos al pastor
Auf Deutsch: Tacos vom Drehspieß mit Ananas · Auf Englisch: Spit-roasted pork tacos with pineapple
Für 4 Personen · metrisch
Hauchdünnes Schweinefleisch in Chili-Achiote-Marinade mit gerösteter Ananas
Tacos al pastor sind ein Klassiker der mexikanischen Küche, zu Hause in Mexiko-Stadt und auf der Straße genauso zu Hause wie am eigenen Herd. Die Marinade aus getrockneten Chilis, Gewürzen und Achiote färbt das Schweinefleisch tiefrot, in der heißen Pfanne karamellisieren die Ränder – dazu geröstete Ananas, die mit ihrer Süße gegenhält. Serviert wird alles in kleinen, warmen Maistortillas mit Zwiebel, Koriandergrün, einem Spritzer Limette und Salsa.
Zutaten
- 600 gSchweinenackenin sehr dünne Scheiben geschnitten
- 5getrocknet, entkernt, für die MarinadeGetrocknete, dunkelrote mexikanische Chilischote mit glatter, glänzender Haut, mild bis mittelscharf, fruchtig und leicht säuerlich.Ersatz: Am nächsten kommen getrocknete New-Mexico- oder California-Chilis, die ähnlich mild und rot sind, aber weniger säuerlich und vielschichtig schmecken; im deutschen Sprachraum sind sie allerdings ebenso schwer zu bekommen. Edelsüsses Paprikapulver mit einer Prise Chiliflocken trifft die Farbe, nicht aber die fruchtige Säure und die sämige Textur der eingeweichten Schoten, das Gericht wird flacher.Mehr dazu
- 2getrocknet, entkernt, für die MarinadeGetrocknete reife Poblano-Schote, breit, runzlig und fast schwarzrot — mild scharf, süsslich, mit einem Ton von Rosinen und Kakao.Ersatz: Am nächsten kommt Mulato, eine dunklere, etwas schokoladigere Variante desselben Poblano; auch Pasilla oder Guajillo gehen, Pasilla wird herber, Guajillo heller, säuerlicher und etwas schärfer. Gemahlenes Ancho-Pulver liefert den Geschmack, aber nicht die sämige Bindung einer pürierten Schote. Edelsüsses Paprikapulver mit etwas mildem Chilipulver ist nur eine Notlösung: Farbe und Wärme stimmen ungefähr, die Rosinen-Süsse und der Körper fehlen.Mehr dazu
- 2getrocknet oder in Adobo, für Schärfe und Rauchnote (optional)Geräucherte, getrocknete Jalapeño, rauchig und kräftig scharf.Ersatz: Scharfes geräuchertes Paprikapulver, mit etwas Cayennepfeffer ergänzt, trifft Rauch und Schärfe, aber nicht die fruchtige, an Rosinen erinnernde Tiefe und die Fülle, die eine ganze Schote einer Sauce gibt.Mehr dazu
- 40 ggibt der Marinade die tiefrote FarbeZiegelrote Würzpaste aus gemahlenen Annattosamen, Gewürzen, Knoblauch und Säure, typisch für die Küche Yucatáns.Ersatz: Am besten macht man sie selbst aus ganzen Annattosamen, die es in lateinamerikanischen und manchen Asienläden gibt; eingeweicht oder fein gemahlen und mit den Gewürzen, Knoblauch und Säure vermischt, kommt das dem Original sehr nahe. Ein Gemisch aus edelsüssem Paprikapulver, etwas Kurkuma, Oregano, Kreuzkümmel und Essig trifft nur die Farbe und grob die Würze, der erdige Grundton der Annattosamen fehlt dann.Mehr dazu
- 60 mlWeißweinessigApfel-, Ananas- oder Weißweinessig, für die Marinade
- 300 gAnanasfrisch, in Scheiben oder Würfeln, zum Anrösten
- 50 mlAnanassaftfür die Marinade (optional)
- 3 ZehenKnoblauchfür die Marinade
- 1 TLKreuzkümmelgemahlen
- 1 TLOreganogetrocknet
- 3Gewürznelkenfür die Marinade
- ½ TLSchwarzer Pfeffergemahlen
- 4PimentKörner, gemahlen für die Marinade (optional)
- 2Lorbeerblattbeim Weichkochen der Chilis (optional)
- 1Zwiebelfein gewürfelt zum Bestreuen
- 1 Bundgehackt zum BestreuenDie frischen Blätter der Korianderpflanze, zitronig-frisch und leicht pfeffrig im Geschmack.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht. Glatte Petersilie, eventuell mit etwas Limettenschale, bringt Farbe und grüne Frische, aber nicht den eigenen zitronigen Ton.Mehr dazu
- 2Limettein Spalten zum Beträufeln
- 12klein, zum ErwärmenDünne Fladen aus nixtamalisiertem Maisteig, mit leicht erdigem Maisgeschmack.Ersatz: Selbstgemacht aus Masa Harina sind sie gleichwertig, gewöhnliches Maismehl oder Polenta bindet dagegen nicht und ergibt keinen Teig. Weizentortillas gehen zum Füllen, schmecken aber neutraler, sind weicher und werden beim Frittieren nicht so knusprig.Mehr dazu
- 2 ELPflanzenölzum Braten
- Salznach Geschmack
- Salsazum Servieren (optional)
Zubereitung
- Die Guajillo- und Ancho-Chilis entkernen und kurz auf dem heißen Comal oder in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften – sie dürfen keine dunklen Brandstellen bekommen, sonst wird die Marinade bitter. Die Chipotle-Chilis ebenso behandeln, wenn du es schärfer und rauchiger magst.
- Die gerösteten Chilis mit heißem Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen; alternativ mit Essig, Wasser und den Lorbeerblättern weich kochen. Anschließend abgießen und die Lorbeerblätter entfernen.
- Kreuzkümmel, Oregano, Gewürznelken, schwarzen Pfeffer und nach Wunsch den Piment mahlen. Die weichen Chilis mit Achiote-Paste, Essig, Knoblauch, den Gewürzen und nach Wunsch dem Ananassaft zu einer glatten, tiefroten Marinade pürieren und mit Salz abschmecken.
- Den Schweinenacken in hauchdünne Scheiben schneiden, mit der Marinade vollständig bedecken und zugedeckt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – über Nacht wird es noch besser.
- Das Öl in einer Pfanne oder auf dem Comal sehr heiß werden lassen und das Fleisch portionsweise beidseitig scharf anbraten, bis die Ränder karamellisieren. Danach auf einem Brett klein hacken und warm halten.
- Die Ananasstücke in derselben Pfanne anrösten, bis die Ränder dunkel sind, dann in Würfel schneiden.
- Die Maistortillas in einer trockenen Pfanne erwärmen, bis sie weich und biegsam sind.
- Die Tortillas mit Fleisch und Ananas füllen, mit fein gewürfelter weißer Zwiebel und gehacktem Koriandergrün bestreuen und mit Limettenspalten und Salsa servieren.
Tipps und Varianten
Statt in der Pfanne kannst du Fleisch und Ananas abwechselnd auf Holzspieße stecken und 10–15 Minuten bei 180 °C im Ofen garen. Manche nehmen eine Mischung aus Schweine- und Rindfleisch in Würfeln statt in dünnen Scheiben, andere geben eine dicke Scheibe Ananas oder Ananassaft direkt in die Marinade. Auch schön: Zwiebelscheiben und Knoblauch zuerst in Öl anbraten, mit den Chilis in Essig köcheln und zusätzlich Zwiebelstreifen mit Fleisch und Ananas schmoren – oder die Chilis roh mit Zwiebel und Gewürzen 20 Minuten kochen und mit Ananassaft pürieren. Stell Zwiebel, Koriandergrün, Limettenspalten und Salsa in Schälchen auf den Tisch, dann belegt sich jeder seine Tacos selbst.
Allergene
Enthält: Schwefeldioxid und Sulfite
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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