Guajillo-Chilis
Getrocknete, dunkelrote mexikanische Chilischote mit glatter, glänzender Haut, mild bis mittelscharf, fruchtig und leicht säuerlich.
Guajillo-Chilis sind die getrocknete Form des Mirasol-Chilis, etwa fingerlang, schlank und von dunklem, glänzendem Rot. Sie schmecken fruchtig, leicht säuerlich und etwas beerenartig, mit einer milden bis mittleren Schärfe, und geben Saucen, Marinaden und Suppen vor allem Farbe und Tiefe statt Hitze. Meist werden sie entkernt, kurz trocken geröstet, eingeweicht und püriert; die Haut ist recht zäh, weshalb man die Paste oft durch ein Sieb streicht. Im deutschen Sprachraum bekommt man sie in Läden für lateinamerikanische Lebensmittel und im Versandhandel, gelegentlich auch in gut sortierten Asien- oder Feinkostläden. Gute Schoten sind noch biegsam und nicht brüchig.
Ersatz:
Am nächsten kommen getrocknete New-Mexico- oder California-Chilis, die ähnlich mild und rot sind, aber weniger säuerlich und vielschichtig schmecken; im deutschen Sprachraum sind sie allerdings ebenso schwer zu bekommen. Edelsüsses Paprikapulver mit einer Prise Chiliflocken trifft die Farbe, nicht aber die fruchtige Säure und die sämige Textur der eingeweichten Schoten, das Gericht wird flacher.