
45 Min. · Vegan · Beilage · Für Geübte
Tortillas de Maíz
Auf Deutsch: Maistortillas · Auf Englisch: Corn Tortillas
Für 12 Personen · metrisch
Frische Maistortillas aus Masa Harina – weich, duftend und direkt vom heißen Comal
Wer einmal selbst gemachte Tortillas de Maíz gegessen hat, mag kaum noch zu den abgepackten greifen: Sie riechen nach geröstetem Mais, sind weich und blähen sich in der Pfanne auf. Mehr als Masa Harina, Wasser und Salz braucht es nicht, und ohne Schmalz bleiben sie vegan. Für den Alltag sind sie ideal, das ganze Jahr über und in einer Dreiviertelstunde gemacht.
Zutaten
- 240 gMaismehl aus nixtamalisiertem Mais; bei selbst gemahlener Masa nur zum Abbinden zu feuchten TeigsFein gemahlenes Mehl aus Mais, der vorher in Kalklauge gekocht wurde. Mit Wasser angerührt ergibt es den Teig für Tortillas und Tamales.Ersatz: Es gibt keinen guten Ersatz. Maismehl, Maisgriess oder Polenta sind nicht nixtamalisiert, ergeben keinen zusammenhaltenden Teig und zerbröseln beim Formen von Tortillas; auch der typische Geschmack fehlt. Wer frische Masa bekommt, kann diese stattdessen verwenden.Mehr dazu
- 375 mlWasserwarm, nach und nach zugeben, bis der Teig geschmeidig ist
- 1 TLSalzfein
- 2 ELSchweineschmalzfür einen weicheren, reichhaltigeren Teig (optional)
- 350 gz. B. Popcornmais oder weißer Olotillo-Mais; nur für selbst nixtamalisierte Masa statt Masa Harina (optional)Ausgereifte, hart getrocknete Maiskörner, kein Gemüsemais; Grundstoff für Nixtamal, Masa und Pozole.Ersatz: Für Pozole ersetzt fertig gegarter Hominy aus der Dose oder dem Glas die Körner gut, nur etwas weicher und weniger nach Mais. Für Tortillas und Tamales nimmt man stattdessen Masa Harina, das bereits nixtamalisierte Maismehl; gewöhnliches Maismehl oder Polenta bindet ohne Nixtamalisation nicht zu einem Teig.Mehr dazu
- 1 ELzum Nixtamalisieren des Maises in ca. 2 l Wasser (optional)Achtung: Nur Ware in Lebensmittelqualität verwenden, nicht Baukalk, und das ätzende Pulver nicht einatmen oder an Augen und Haut kommen lassen.Gelöschter Kalk in Lebensmittelqualität, ein weisses, stark alkalisches Pulver, in dem getrockneter Mais für Tortillas und Tamales eingeweicht und gekocht wird.Ersatz: Einen guten Ersatz gibt es nicht: Natron ist zu schwach alkalisch, um die Schale zuverlässig zu lösen, und ergibt keinen bindenden Teig. Wer kein Cal bekommt, greift besser zu fertigem Masa Harina, das bereits nixtamalisiert ist.Mehr dazu
Zubereitung
- Masa Harina und Salz in einer Schüssel mischen; wer mag, gibt jetzt das Schweineschmalz dazu und reibt es mit den Fingern unter.
- Das warme Wasser nach und nach einrühren und alles etwa 3 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
- Die Konsistenz prüfen: Reißt der Teig an den Rändern, löffelweise Wasser ergänzen; klebt er an den Händen, noch etwas Masa Harina einarbeiten.
- Den Teig in golfballgroße Kugeln teilen und unter einem feuchten Tuch oder einer Folie abdecken, damit sie nicht austrocknen.
- Einen Comal oder eine schwere Pfanne auf hoher Stufe stark erhitzen.
- Jeweils eine Kugel zwischen zwei Folien legen und in der Tortillapresse oder mit einem flachen Topfboden flach drücken, dann die Folie vorsichtig abziehen.
- Die Tortilla auf den heißen Comal legen und nach etwa 10 bis 20 Sekunden wenden, dann jede Seite backen, bis sich braune Flecken zeigen; beim letzten Wenden bläht sie sich auf.
- Die fertigen Tortillas in einem Tortillawärmer oder einem Tuch aufeinanderstapeln, so bleiben sie warm und weich, und möglichst sofort servieren.
- Reste luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Essen in einer trockenen Pfanne aufwärmen.
Tipps und Varianten
Wer es ganz ursprünglich mag, macht die Masa selbst: Getrocknete Maiskörner, etwa Popcornmais oder weißer Olotillo-Mais, mit Calciumhydroxid in rund 2 Litern Wasser 20 bis 30 Minuten köcheln, über Nacht einweichen, die Schalen abreiben und den Mais mit Salz und Wasser im Mixer zu Teig mahlen. Fertigen frischen Masa-Teig gibt es auch zu kaufen, dann wird er nur mit etwas Masa Harina abgebunden, falls er zu feucht ist. Ein wenig Schweineschmalz im Teig macht die Tortillas weicher und reichhaltiger. Wer sich das kurze erste Wenden sparen will, backt jede Seite direkt 1 bis 2 Minuten. Am besten schmecken sie ganz frisch: Den Tortillawärmer gleich mit auf den Tisch stellen, damit sich jeder warm nachnehmen kann.
Allergene
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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